Duisburg/Düsseldorf. In der Nacht zum Sonntag, dem 19. Juli 2026, wurde die Polizei aufgrund von Schreien aus einer Wohnung in der Essenberger Straße alarmiert. Einsatzkräfte des Polizeipräsidiums Duisburg fanden im Badezimmer einen 37-jährigen Gast des Mieters vor, der lautstark schrie und durch unkontrollierte Bewegungen Mobiliar beschädigte. Der Mann reagierte nicht auf Bemühungen der Polizei, ihn zu beruhigen.
Um ihn und sich selbst zu schützen, legten die Beamten dem Mann Hand- und Fußfesseln an und riefen einen Notarzt sowie einen Rettungswagen. Während des Einsatzes verlor der 37-Jährige das Bewusstsein und musste reanimiert werden. Er wurde anschließend in ein Krankenhaus transportiert, wo er wenig später verstarb.
Die Staatsanwaltschaft Duisburg und die Polizei Düsseldorf haben die Ermittlungen übernommen. Am Montag, dem 20. Juli 2026, wurde eine Obduktion des Verstorbenen in der Rechtsmedizin Duisburg durchgeführt. Die vorläufigen Ergebnisse deuten auf eine Hypoxie als Todesursache hin, es bestehen zudem Hinweise auf eine mögliche Intoxikation. Weitere Gutachten, einschließlich histologischer und toxikologischer Untersuchungen, sind für eine endgültige Bewertung erforderlich.
Im Rahmen der Ermittlungen wird geprüft, ob ein Zusammenhang zwischen der Fesselung in Bauchlage und dem Tod des Mannes besteht. In diesem Zusammenhang werden auch zwei Mitarbeiter des Rettungsdienstes sowie sechs Polizeibeamte wegen des Verdachts der Körperverletzung mit Todesfolge befragt.