Sonsbeck – Am Freitag, den 14. August 2026, wurde die Feuerwehr in Labbeck zu einem Waldbrand im Tüschenwald gerufen. Der Alarm ging um 18:06 Uhr ein, als die Einheiten von Sonsbeck und Labbeck zunächst mit dem Einsatzbefehl „B3 Flächenbrand“ zur Marienbaumer Straße alarmiert wurden. Die Alarmstufe wurde wenig später auf „B4 Waldbrand“ erhöht, was eine zusätzliche Alarmierung von Kräften nach sich zog.
Der Brand betraf eine Fläche von etwa 11,5 Hektar. Ersteintreffende Einsatzkräfte konnten schnell zu einem unbewohnten Wohngebäude vordringen und sicherstellen, dass dort keine Personen anwesend waren. Aufgrund der hohen Brandintensität und der raschen Ausbreitung musste die Feuerwehr jedoch bald aus dem Gefahrenbereich zurückziehen.
Ein Teil des Feuers entpuppte sich als sogenanntes „Wipfelfeuer“, bei dem sowohl das Unterholz als auch die Baumkronen in Flammen standen. Es handelte sich um einen mehr als 24-stündigen Großeinsatz, der darauf abzielte, eine Ausbreitung des Feuers in angrenzende Felder und Wiesen zu verhindern. Dies konnte dank der effektiven Zusammenarbeit verschiedener Feuerwehren aus dem Kreis Wesel sowie drei weiteren aus dem Kreis Kleve erfolgreich durchgeführt werden.
Ein nahegelegener Reiterhof blieb glücklicherweise unbeschadet. Während des Einsatzes kam es zur Warnung der Bevölkerung aufgrund der erheblichen Rauchentwicklung.
Die Feuerwehr erhielt Unterstützung von verschiedenen Organisationen, unter anderem durch das THW, das bei der Ausleuchtung der Einsatzstelle half, sowie vom Deutschen Roten Kreuz, das für die sanitätsdienstliche Versorgung und Verpflegung der Einsatzkräfte sorgte. Landwirte und Bürger leisteten ebenfalls Hilfe, indem sie Fahrzeuge und Materialien zur Verfügung stellten.
Am Samstagnachmittag konnte die Brandintensität deutlich gesenkt werden, und die letzten Glutnester wurden bis in die Abendstunden gelöscht. Eine Brandwache wurde eingesetzt, um die Sicherheit vor Ort zu gewährleisten. Die Sperrung der Marienbaumer Straße wurde am Samstagabend aufgehoben.
Der Einsatz wird voraussichtlich auch am kommenden Sonntag fortgesetzt, da die Einsatzstelle aufgeräumt und die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr vollständig wiederhergestellt werden muss.