Bergisch Gladbach – Am Freitag, den 29. Mai 2026, wurde die Feuerwehr Bergisch Gladbach um 00:11 Uhr zu einem gemeldeten Brand im dritten Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses alarmiert. Der Anrufer informierte die Feuer- und Rettungsleitstelle des Rheinisch-Bergischen Kreises darüber, dass alle Bewohner das Gebäude bereits verlassen hatten.
Aufgrund dieser Meldung wurden umgehend die Feuer- und Rettungswachen 1 und 2 sowie der Löschzug 10 aus Refrath und der Einsatzführungsdienst zur Einsatzstelle entsandt. Außerdem wurde ein Rettungswagen zur Betreuung der Anwohner bereitgestellt. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte bestätigte sich die Lage: Ein Zimmer in einer der beiden Dachgeschosswohnungen stand lichterloh in Flammen, und die Flammen hatten sich bereits auf den Dachstuhl ausgebreitet. Zudem war das Treppenhaus stark verraucht.
Die Erkundung ergab, dass sich zu diesem Zeitpunkt keine Personen mehr im Gebäude befanden, sodass es zu keinen Verletzungen kam. Der Rettungsdienst kümmerte sich um die Betreuung der anwesenden Bewohner. Das betroffene Mehrfamilienhaus umfasst insgesamt sechs Wohneinheiten.
Die Feuerwehr leitete unmittelbar die Brandbekämpfung sowohl im Innen- als auch im Außenbereich ein. Zur Verstärkung der Kräfte, insbesondere für die Bereitstellung zusätzlicher Atemschutzgeräteträger, wurde außerdem der Löschzug 9 aus Bensberg alarmiert. Gegen 00:45 Uhr war das Feuer unter Kontrolle. Um verbleibende Glutnester im Dachbereich zu löschen, war es erforderlich, Teile der Dachhaut von außen zu öffnen.
Während des gesamten Einsatzes wurden alle Wohnungen im Gebäude und das angrenzende Nachbarhaus auf mögliche Schäden überprüft. Zudem wurde zur Gewährleistung des Brandschutzes im übrigen Stadtgebiet der Löschzug 6 aus Paffrath/Hand zur Besetzung der verwaisten Feuer- und Rettungswache 1 alarmiert.
Im Verlauf des Einsatzes kam auch die Unterstützungseinheit der Feuerwehr Bergisch Gladbach zum Einsatz, um kontaminierte Gerätschaften und Schutzausrüstung zurück zur Feuer- und Rettungswache zu transportieren. Der Leitungsdienst koordinierte die rückwärtigen Arbeiten und übernahm die Funktion des zweiten Einsatzführungsdienstes.
Die Brandwohnung wurde als vorübergehend nicht bewohnbar eingestuft. Der Brandrauch hatte auch die anderen Wohnungen im Haus beeinträchtigt. Nach Abschluss der Löscharbeiten beschlagnahmte die Polizei das gesamte Gebäude. Alle acht Bewohner konnten sich selbstständig um eine Unterkunft für die Nacht kümmern und fanden Platz bei Bekannten oder Verwandten.
Gegen 3:30 Uhr wurde die Einsatzstelle schließlich an die Polizei übergeben. Rund 50 Einsatzkräfte der Feuerwehr Bergisch Gladbach waren im Einsatz.