Ermittlungen im Mordfall Sonja K. in Mönchengladbach: Neue DNA-Spuren gesichert

Blaulicht Rheinland •

Im Fall des Raubmordes an der Lidl-Filialleiterin Sonja K. in Mönchengladbach ist die Polizei einen bedeutenden Schritt vorangekommen. Nach aktuellen Informationen konnten neue DNA-Spuren gesichert und analysiert werden.

Am Morgen des 25. Januar 1995 wurde die 24-jährige Sonja K. in dem Supermarkt an der Hochstraße 33-35 in St. Tönis von Unbekannten erdrosselt, während der Tresor ausgeraubt wurde. Mithilfe moderner Ermittlungsverfahren, die zum Zeitpunkt der Tat noch nicht verfügbar waren, konnten nun DNA-Spuren gesichert werden, die potenziell zu den Tätern führen könnten.

Die Polizei hat mehrere DNA-Vergleichsproben genommen, darunter von Rettungskräften, Polizeivollzugsbeamten sowie von Personen aus dem persönlichen und beruflichen Umfeld von Sonja K. Dazu zählen auch Mitarbeiter externer Firmen wie Lieferanten und Reinigungskräfte.

Ein Teil der gesicherten DNA-Spuren konnte bereits Personen zugeordnet werden, die als Tatverdächtige ausgeschlossen werden konnten. Die umfassende Auswertung aller Proben nimmt weiterhin Zeit in Anspruch, sodass die Ermittlungen fortgesetzt werden.

Kriminalhauptkommissarin Stefanie Kohnen von der Ermittlungsgruppe Cold Case der Polizei Mönchengladbach äußerte den Wunsch, den Fall aufzuklären und den Angehörigen Gewissheit über den Tod von Sonja K. zu geben. Sonja hatte große Zukunftspläne und wollte im Sommer 1995 ihren Lebensgefährten heiraten.

Die Eltern von Sonja K. sind inzwischen verstorben, ohne jemals die Antworten auf die Fragen nach dem Tod ihrer Tochter zu erhalten. Die beiden Brüder des Opfers hoffen auf Aufklärung und wünschen sich, dass die Mörder ihrer Schwester identifiziert werden. Hinweise zu diesem Fall nimmt die Polizei unter der Telefonnummer 02161-290 sowie per E-Mail an mk.lidl.Moenchengladbach@polizei.nrw.de entgegen.

Dieser Cold Case ist Teil der Öffentlichkeitskampagne „Mord verjährt nicht. Der Niederrhein erinnert sich“, die darauf abzielt, ungeklärte Tötungsdelikte aus der Vergangenheit in Zusammenarbeit mit dem Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen und der Staatsanwaltschaft Krefeld erneut zu untersuchen.


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