Der Deutsche Bundestag hat am Donnerstag, den 23. April 2026, einen Antrag der AfD-Fraktion mit dem Titel „Mobilfunklücken schließen – Nationale Netzabdeckung für alle Bürger“ (21/5490) erörtert. Die Diskussion dauerte 20 Minuten und wurde anschließend zur weiteren Beratung an die zuständigen Ausschüsse, insbesondere den Ausschuss für Digitales und Staatsmodernisierung, überwiesen.
In ihrem Antrag fordert die AfD die Bundesregierung auf, einen Gesetzentwurf zum nationalen Roaming vorzulegen. Die Abgeordneten argumentieren, dass ein nationales Roaming für 2G/4G/5G-Dienste sicherstellen solle, dass in Gebieten mit unzureichender oder einseitiger Mobilfunkabdeckung die Anbieter gemeinsam tätig werden. Dies würde insbesondere in Gebieten gelten, wo mindestens ein Netzbetreiber eine zuverlässige Versorgung gewährleisten könne, während andere dies nicht tun.
Des Weiteren schlägt die Fraktion Kompensationsmodelle für Roaming-Dienstleistungen vor. Ziel sei es, dass die Mobilfunkanbieter ein gemeinsames Compensationsmodell entwickeln, um einen Anreiz für den Bau zusätzlicher Mobilfunkmasten, insbesondere in ländlichen Regionen, zu schaffen. Die Abgeordneten beabsichtigen, dass bis 2030 alle weißen Flecken im Mobilfunknetz geschlossen sind. Sollte bis Ende 2027 kein gemeinsames Modell vorliegen, sieht der Antrag vor, dass die Bundesnetzagentur eine verbindliche Lösung erarbeitet und umsetzt.