Am Abend des 12. August 2026 wurde die Feuerwehr Solingen nach Monheim am Rhein gerufen, um bei der Evakuierung nach dem Fund einer Weltkriegsbombe zu helfen. Die Entdeckung einer britischen Fünf-Zentner-Fliegerbombe mit unberechenbarem Langzeitzünder erforderte eine sofortige kontrollierte Sprengung.
Bei den Sondierungsarbeiten auf einem Firmengelände an der Rheinparkallee wurde das gefährliche Relikt gefunden. Da eine herkömmliche Entschärfung ausgeschlossen war, wurde die Bombe noch am selben Abend gesprengt.
Um den Evakuierungsradius von 600 Metern herum mussten etwa 2.600 Personen ihre Wohnungen und Arbeitsplätze verlassen. Wegen der demografischen Struktur des betroffenen Gebiets gab es viele ältere und gehbehinderte Menschen. Die Stadt Monheim richtete in der Mensa der Peter-Ustinov-Gesamtschule eine zentrale Sammelstelle ein.
Die Feuerwehr Solingen setzte dabei einen Patiententransportzug mit 22 Einsatzkräften ein, bestehend aus Rettungs- und Krankentransportwagen sowie einem Einsatzleitfahrzeug. Ihre Aufgabe war die koordinierte Rückführung der evakuierten Personen.
Dank der bestehenden interkommunalen Zusammenarbeit zwischen der Feuerwehr Solingen und der Feuerwehr Monheim konnte der Einsatz reibungslos durchgeführt werden. Die Organisation und Kommunikation zwischen den beiden Einheiten wurden dadurch entscheidend verbessert.
Die kontrollierte Sprengung der Bombe wurde um 22:11 Uhr erfolgreich durchgeführt. Der Einsatz endete am späten Abend ohne Zwischenfälle, und alle evakuierten Personen konnten sicher zu ihren Unterkünften zurückkehren.