Bundestagsvizepräsident Bodo Ramelow bei Gedenkfeier in Mauthausen

Blaulicht Rheinland

Bundestagsvizepräsident Bodo Ramelow hat am Sonntag, den 10. Mai 2026, an der Internationalen Befreiungsfeier in der KZ-Gedenkstätte Mauthausen in Österreich teilgenommen. Gemeinsam mit dem deutschen Botschafter Vito Cecere gedachte Ramelow der Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung.

In seiner Rede betonte er die zentrale Bedeutung der Lehren aus den NS-Verbrechen, insbesondere die Achtung der Menschenrechte und die Notwendigkeit, gegen Antisemitismus, Antiziganismus und Rassismus einzutreten. Ramelow hob hervor, dass das Gedenken an die Opfer der NS-Verbrechen auch für den Deutschen Bundestag von großer Relevanz ist, insbesondere vor dem Hintergrund aktueller Herausforderungen.

Die Gedenkveranstaltung fand anlässlich des 81. Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers durch US-amerikanische Truppen am 5. Mai 1945 statt. In diesem Jahr nahmen über 13.000 Menschen an der Feier teil, wodurch sie zu den größten Gedenkveranstaltungen in Europa zählt.

Am Rande des Gedenkens führte Ramelow Gespräche mit Mitgliedern der IG-Metall Jugend, des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge sowie mit Schülerinnen und Schülern, die auf Einladung des Deutschen Mauthausen Komitees teilnahmen. Im Rahmen seiner Reise traf er außerdem Oskar Deutsch, den Vorsitzenden der Israelitischen Kultusgemeinde Wien, sowie Andreas Sarközi, den Geschäftsführer des Kulturvereins österreichischer Roma. Zudem besuchte Ramelow den Nationalrat der Republik Österreich, um sich über dessen Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit zu informieren.

Im KZ Mauthausen wurden ab 1938 über 200.000 Menschen inhaftiert, von denen mehr als die Hälfte ermordet wurde. Die Republik Österreich begeht den Jahrestag der Befreiung des Lagers als nationalen Gedenktag gegen Gewalt und Rassismus.


Quelle: bundestag.de
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