Am Sonntag Vormittag, um 10:36 Uhr, wurde die Feuerwehr Solingen zu einem Galvanikbetrieb an der Dültgenstalerstraße alarmiert. Eine Passantin hatte die akustischen Signale der dortigen Brandmeldeanlage bemerkt, die nicht direkt an die Feuerwehrleitstelle angeschlossen ist.
Nach dem Eintreffen der Feuerwehr wurde das Betriebsgelände zunächst von außen untersucht, ohne dass sofortige Ursachen für die Alarmierung festgestellt werden konnten. Die Geschäftsführer des Betriebs, die zwischenzeitlich vor Ort waren, gewährten der Feuerwehr gewaltfreien Zugang.
Beim Betreten der Hallen stellte die Feuerwehr eine starke Vernebelung fest. Aufgrund der Tätigkeit mit verschiedenen Chemikalien wurde das Einsatzstichwort auf GSG-2 angepasst. Während der nachfolgenden Erkundung wurde ein Entstehungsbrand an einem Galvanobecken entdeckt, der umgehend mit zwei Schaumlöschern gelöscht wurde.
Nach der Brandbekämpfung konnte die Vernebelung in der Halle durch Hochdrucklüfter deutlich reduziert werden. Die Einsatzstelle wurde im Anschluss an die Betriebsverantwortlichen übergeben. Glücklicherweise konnte der Schaden auf einen kleinen Teilbereich des Galvanikbeckens begrenzt werden, und es bestand zu keiner Zeit Gefahr für die Bevölkerung.
Für die Dauer des Einsatzes, der etwa eine Stunde in Anspruch nahm, war die Dültgenstalerstraße vollständig gesperrt. Neben den drei Wachen der Berufsfeuerwehr waren auch Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr im Einsatz, um die Löscharbeiten zu unterstützen und den Grundschutz für das Stadtgebiet sicherzustellen.