Bundestag gedenkt Christian Schwarz-Schilling

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Zu Beginn der Plenarsitzung am Donnerstag, den 16. April 2026, gedachte der Bundestag des am Ostermontag, dem 6. April, verstorbenen Christian Schwarz-Schilling. Der 95-jährige ehemalige CDU-Bundestagsabgeordnete war von 1976 bis 2002 Mitglied des Bundestages.

Bundestagspräsidentin Julia Klöckner erinnerte in ihrer Traueransprache an Schwarz-Schilling, der als Postminister unter Kanzler Helmut Kohl bekannt wurde und einer der letzten Amtsinhaber dieser Position war. Sie betonte seinen Einsatz für die Liberalisierung des Post- und Telekommunikationsmarktes sowie seinen Beitrag zur Entwicklung des Privatfernsehens.

Schwarz-Schilling engagierte sich jedoch nicht nur in Deutschland, sondern setzte sich auch im internationalen Kontext für Menschenrechte ein. Besonders im Zusammenhang mit dem Jugoslawienkrieg kritisierte er die deutsche Tatenlosigkeit und zog die Konsequenzen seines Handelns, indem er zurücktrat. In seinem Rücktritt sah Klöckner ein starkes Bekenntnis zu seiner parlamentarischen Rolle.

Nach seinem Rücktritt übernahm er den Vorsitz des Unterausschusses Menschenrechte und agierte später als Hoher Repräsentant für Bosnien und Herzegowina, wo er bis heute hohes Ansehen genießt. Klöckner würdigte Schwarz-Schilling als einen Politiker von besonderem Format und einer wichtigen Stimme für Versöhnung und Frieden.


Quelle: bundestag.de
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