Am Donnerstag, den 7. Mai 2026, hat der Deutsche Bundestag Ansgar Heveling von der CDU zum neuen Präsidenten des Bundesrechnungshofes gewählt. Bei der geheimen Abstimmung erhielt Heveling 415 Stimmen, 139 Abgeordnete stimmten gegen ihn und 44 enthielten sich. Der Bundesrat muss jedoch noch zustimmen.
Im Zuge einer weiteren Wahl wurde Evelyn Zupke nach ihrer ersten Amtszeit als SED-Opferbeauftragte für fünf weitere Jahre bestätigt. Sie erhielt 430 Ja-Stimmen, während 103 Abgeordnete gegen sie stimmten und 65 sich enthielten.
Ansgar Heveling, der Jurist aus dem nordrhein-westfälischen Wahlkreis Krefeld I – Neuss II, ist seit 2009 Mitglied des Bundestages. Er wurde von der Bundesregierung als Nachfolger des scheidenden Präsidenten Kay Scheller vorgeschlagen. Dieser hatte das Amt seit 2014 inne und tritt nach zwölf Jahren ab. Die Ernennung erfolgt nach einem Gesetz, welches die Wahl des Bundesrechnungshof-Präsidenten durch den Bundestag und den Bundesrat regelt, wobei eine Wiederwahl ausgeschlossen ist.
Zupke war erstmals am 10. Juni 2021 in das Amt gewählt worden, und gemäß den Vorgaben des SED-Opferbeauftragten-Gesetzes ist eine einmalige Wiederwahl nach der ersten Amtszeit zulässig. Das Amt der SED-Opferbeauftragten ist für Deutsche zugänglich, die mindestens 35 Jahre alt sind und das Wahlrecht besitzen. Vorherige Mitarbeiter des Staatssicherheitsdienstes der DDR sind von der Wahl ausgeschlossen.