Beratung zu drei Schienenverkehrsprojekten im Bundestag

Blaulicht Rheinland

Der Bundestag setzt sich am Donnerstag, dem 21. Mai 2026, mit dem Neubau und Ausbau von drei Bahnstrecken auseinander. Im Rahmen einer halbstündigen Aussprache werden die Empfehlungen des Bundes zu den Projekten vorgestellt.

Die Abgeordneten erhalten Informationen zu den Berichten über die Neubaustrecke zwischen Dresden und der tschechischen Grenze sowie zu den Ausbaustrecken Niebüll – Klanxbüll – Westerland und Augsburg – Ulm. Zu jedem dieser Berichte wird eine Beschlussempfehlung des Verkehrsausschusses erwartet.

Details der Schienenprojekte

Das deutsch-tschechische Schienenprojekt verfügt über ein Nutzen-Kosten-Verhältnis von 1,03 und hat einen Gesamtwert von 5,62 Milliarden Euro. Die Vorplanung sieht zwei Abschnitte vor. Während im ersten Abschnitt Gleisanpassungen über 46 Kilometer erfolgen, beinhaltet der zweite Abschnitt den Bau einer 30 Kilometer langen Volltunnelvariante zwischen Heidenau und Karbitz/Chabařovice. Der Tunnel soll aus zwei eingleisigen Tunnelröhren bestehen und die Streckengeschwindigkeit beträgt bis zu 200 km/h.

Für die Ausbaustrecke Niebüll–Klanxbüll–Westerland wird ein zweigleisiger Ausbau zwischen Niebüll und Klanxbüll sowie zwischen Morsum und Tinnum vorgesehen. Die Schätzung der Gesamtkosten für dieses Projekt liegt bei 426,37 Millionen Euro und weist ein Nutzen-Kosten-Verhältnis von 1,32 auf.

Die Strecke Augsburg – Ulm ist ebenfalls als Teil des vordringlichen Bedarfs im geltenden Bedarfsplan enthalten. Die Baukosten für diesen viergleisigen, elektrifizierten Ausbau werden auf 8,15 Milliarden Euro geschätzt. Zusätzliche Forderungen aus der Region können aus Sicht des Bundes nicht umgesetzt werden, da dies die Wirtschaftlichkeit des Projekts gefährden würde.


Quelle: bundestag.de
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