Bundeswehr-Einsatz in Bosnien und Herzegowina um ein Jahr verlängert

Blaulicht Rheinland

Die Bundeswehr soll sich für ein zusätzliches Jahr an der EU-geführten Operation Eufor Althea in Bosnien und Herzegowina beteiligen. Dies geht aus einem Antrag der Bundesregierung hervor, der am Donnerstag, dem 7. Mai 2026, im Bundestag vorgestellt wurde. Nach einer halb-stündigen Debatte wurde der Antrag zur weiteren Beratung an den Auswärtigen Ausschuss überwiesen.

Das derzeitige Mandat, welches bis zum 30. Juni 2026 gültig ist, sieht den Einsatz von bis zu 50 Soldatinnen und Soldaten vor. Ihre Aufgaben umfassen die Unterstützung und Koordination der Ausbildung der bosnischen Streitkräfte sowie die Schaffung eines sicheren Umfelds. Zudem werden Führungs-, Verbindungs-, Beratungs-, Beobachtungs- und Unterstützungsfunktionen wahrgenommen.

Die Hauptaufgabe der Eufor Althea-Mission besteht darin, die Umsetzung des Dayton-Friedensabkommens von 1995 zu unterstützen, welches den Bosnienkrieg beendet hat. Laut Bundesregierung gab es seit Inkrafttreten des Abkommens keine Kampfhandlungen mehr in Bosnien und Herzegowina. Dennoch bleibt das Land innenpolitisch angespannt, insbesondere durch die Autonomiebestrebungen in der Republika Srpska.

Zusätzliche Herausforderungen sind ein gespaltenes politisches System und die geringe Resilienz staatlicher Institutionen, die die politische Handlungsfähigkeit weiterhin einschränken. Um einen EU-Beitritt zu realisieren, sind neben politischem Willen auch sicherheitspolitische Stabilität und die Umsetzung notwendiger Reformen erforderlich. Die Operation Eufor Althea trägt zur Sicherung eines stabilen Umfelds bei.

Das Mandat für den Einsatz der Bundeswehr ist bis Ende Juni 2027 befristet. Es stützt sich auf mehrere Resolutionen des UN-Sicherheitsrates sowie die Gemeinsame Aktion des Rates der EU.


Quelle: bundestag.de
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